Mittwoch, 4. Mai 2011

Fanta, das Deckblatt und Korruption im Englisch-Abitur

(T.O.) Sangerhausen, 6:55 Ausnahmezustand, Englischprüfung. Die Herde der Ingklischdietscher, die sich sonst eher verdeckt im Bildungsjungle bewegt ist in voller Aktion zu sehen:

Bevor überhaupt irgendjemand dazu kommt irgendetwas zu tun, wird die Gehirnwäsche durchgeführt.
Im Prinzip heißt das, jeder Pädagoge - und glaubt mir es sind zu viele - weist dich auf das Deckblatt hin:

  • "Vergesst nicht das Deckblatt zu beschriften"
  • "Die erste Seite muss freibleiben, das ist das Deckblatt"
  • "So, lets begin, die Vorderseite könnt ihr schonmal beschriften, das ist das Deckblatt"*zwinker*kaffe-trink*
  • "Auf den ersten Bogen bitte unbedingt Name, Datum und Überschrift, das ist das Deckblatt"
  • Icke denk mal das ditt da vone es Deckblatt sen soll"
Und weil das noch nicht reicht, muss das Muster was schon an der Tafel steht, noch mal überschrieben werden " Deckblatt ! "natürlich in Lehrer-Schönschreibschrift!

Hat schon mal eine dieser Personen ihre wirkliche Aufgabe wahrgenommen und das Wort "Deckblatt" übersetzt?

Das eigentliche Jahrhundert-Highlight wartet ja noch auf die Dietscher: das Enthüllen der Aufgaben........uuhhhh!

Jahrelang musste man es ertragen, endlos langweilige Texte über die Vertreibung der Aboriginis in Reservate, der soziale Konflikt in Indien oder Immigratgion bzw. the human experience. Alle erhofften sich mal was interessantes, sowas wie Atomkraftdebatten, Fossile Brennstoffe, Regenwälder, Wirtschaft, das Leben nach dem Bildungsjungle, Internet, Globalisierung, Olympische Spiele, Fußball, Gadafi, Al Quaida, Hunger in Afrika, Japans Katastrophe.......................irgendwas wirklich Wichtiges und Aktuelles eben

Aber es kommt wie es kommen musste......
etwas ganz neues.......
vollig unerwartet.......
"Immigration in Amerikanischen Schulen".

Da gibt es allen Ernstes ein Mädchen Namens Fanta, ich will nicht wissen wie viel Schmiergeld da wieder geflossen ist, und die arme kleine Fanta geht mit 18 das erste mal zur Schule, weil in Guinea der Weg so weit war......der Weg war so weit.........sein wir doch mal ehrlich, wir wissen alle, dass sie eigentlich in einer Hinterhoffabrik gefälschte Markenware zusammengenäht hat und dafür nur 10$ pro Monat bekommen hat, weil korrupte Beamte so viel Schwarzgeld kassiert haben, um die Container bis nach Hamburg zu kriegen, aber...........das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt meint "der Weg war zu weit". Ist ja auch logisch. Denn hätte man das mit den korrupten Beamten geschrieben, dann wüsste ja jeder, warum das Mädchen ausgerechnet Fanta genannt wurde!

Montag, 2. Mai 2011

Nunja, es ist so weit

(T.O.) Das Abitur trat an mich heran wie eine Wand aus losen Blättern und unsauber geschriebenen Notizen, dabei hab ich doch immer darauf geachtet, dass meine Hefter doch abwechslungsreich gestaltet sind und in jedem der meinigen Exemplare mindestens ein Blatt jedes Faches enthält.

Heute war es dann auch so weit: 7:00 Ortszeit trafen sich die Abiturienten zum gegenseitigen Verängstigen am Kaffeautomat. Schnell nochmal die Bücher konspektiert denn Hefter siehe oben.

Gegen 7:30 betrete ich dann die heiligen Hallen. Sofort steigt mir dieser vertraute und in diesem Raum vorherrschende Geruch von blumigem Staub, verschmiertem Bonerwachs und dem Schweis der Putzfrauen entgegen. "Naja sind ja nur 5 Stunden", denke ich mir und gehe an meinen Platz. Dort angekommen wartet  schon ein Duden der neusten Generation auf mich: 600 Seiten feinste literarische Fachbegriffe, 20 Extraseiten ,,Die Anrede im formlosen Brief", eingeschlagen in 450g Hochglanz-Papier. Dieses Werk hat nur eine Prämisse: ,,Duden, unser Name ist Programm".

7:40 Ich verlasse noch einmal die heiligen Hallen. Kurzer Blick ins Foyer: Ich glaub es nicht. In Worten: Ich glaub es nicht. Zwischen einer Horde wildgewordener Fünftklässler, deren tiefergelegte Scout-Roll-Ranzen jetzt auch Heckspoiler haben, sehe ich zwei himmlisch anmutende Gestalten, die auf dem Weg zur literarischen Vollummantelung bei mir stehen bleiben. Meine Vermutung: Y hat sie geschickt. Die beiden Powerboxen, die mir unauffällig in die Tasche geschmuggelt wurden hatten nicht zu viel versprochen: Quadratisch,  Praktisch,  Gut! 60% Kakao is ok. Logik. Hobbs.

8:00 Die Anstaltsleitung betritt den Saal. Jetzt geht alles ganz schnell: Ein weibliches Individuum mit Berliner Akzent klatscht mir die Akte auf den Tisch: Thema 4, Gryphius, Ebenbild unseres Lebens, Jetzt ist mir alles klar: Meine Belegschaft hatte saubere Arbeit geleistet: Nach KK's Tip, hatte Y bei Feierfuchs die Informanten geschmiert. So kam er an alle Autoren seit der Steinzeit. Delta hatte dann seinen Zufallsgenarator auf n-minus-Abi umprogrammiert und so mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den optimalen Vorbereitungstext ausgewählt: Gryphius, der Abend. besser bekannt als großer Bruder es oben genannten Dokuments.

12:03 Ortszeit. Der Adler ist gelandet, die Henne sitzt im Nest.Mission beendet. Ende und Over

Der Mann mit der Gulaschkanone

(T.O.)

Den Lobgesang auf den Kalorienpapst gibtes jetzt auch mit Kadenz und Text:

A                                                        E                            A
Der Mann mit der Gulaschkanone, rabimmel rabammel rabum

A                                                        E                            A
Der Mann mit der Gulaschkanone, rabimmel rabammel rabum

A                                            E                      A
Erbsensuppe, Gulasch ole, Spirelli mit Tomatensoße


A                                            E                      A
Erbsensuppe, Gulasch ole, Spirelli mit Tomatensoße

Donnerstag, 13. Januar 2011

Samstag, 4. September 2010

514,63 km, 47,5h Fahrtzeit, 7 Campingplätze, 1 Jugendherberge, 1 Pension- Geschafft!

Ya-Hey und Ollá!....die Radler sind wieder da! Und weil Reiseberichte für Daheimgebliebene schnell auch langatmig werden können, hier die einzelnen Etappen in Kurzfassung für alle, die das "Nötigste" erfahren wollen... ;-)

1.Tag: Flensburg - Holnis (26km, 3h)
(pünktliche) Anreise per Zug in Flensburg und die ersten 26km mit dem Rad bis Holnis. Ich bin in der Tat total untrainiert und mein Rad ist gefühlte 50kg schwer. Mindestens! Unser Wurfzelt wird von alteingesessenen Dauercampern begafft...Zeltaufbau in 2sek...yeah!! Wir nennen das kleine Aufbauwunder liebevoll "Quetschi"....wie war das nochmal mit den Namen und den Dingen, die einem lieb und wichtig sind? ;-). Wir läuten unser kleines Abenteuer mit einem grandiosen Abendessen im Fährhaus auf Holnis ein...mhhhhhh, lecka!! Sonnenuntergang am nördlichsten Zipfel von Holnis - der Wahnsinn!

2. Tag: Holnis - Nordgaardholz (33.36km, 4h)
Kühe...überall Kühe....und was für hübsche Dinger! Der Radwanderweg führt mitten durch Koppeln und Wiesen. Aber: Die Radwanderkarte lügt! Zumindest erwähnt sie keine einziges Bergauf...und davon gibts hier ne Menge...:-(...ich kämpfe mit meinem 3-Gang-Rad um jeden Meter, während Er im kleinsten Gang grinsend an mir vorbei radelt.....hsssmmm! Wir klauen Mais (den gibt es hier überall am Wegesrand) und verschlingen schnell die goldgelb saftigen Kolben, denn die vermeintliche Bäuerin taucht mit dem Hofhund auf...oho! Der neue Campingplatz ist der Hit...nur das Wetter nicht: Orkanböen und Unwetterwarnungen schüchtern uns ein. Wir ernten mitleidige Blicke der anderen Camper und eine Omi ruft noch: "Klopfen sie ruhig, wenn sie der Wind wegfegt...dann kommen sie eben bei mir unter..." Hilfsbereitschaft erfahren wir hier oben bei den Fischköppen übrigens zu Hauf...jeder bietet seinen Rat, seine Hilfe, seine wasauchimmer an. (Oder wir sehen einfach nur total laienhaft aus??) Jedenfalls, Nacht gut überstanden! Eine Tanne hat es entwurzelt. Uns aber nicht, "Quetschi" sei Dank.Sowieso bekommen wir viel Lob für unsere Ausstattung: Gepäcktaschen, selbstaufblasende Iso-Matten, Wurfzelt, Spannseile und co.

3. Tag: Nordgaardholz - Kappeln (36,26km, 3h)
Wir fahren zügiger und ich schnaufe nicht mehr so laut bei den vielen bergaufs. ;-) Er hat bereits einige Kilos abgenommen und braucht jetzt schon ne neue Radhose. Meine Hose sitzt leider noch :-( Das Wetter wird immer schlechter und wir beschließen, den Schutz einer Jugendherberge aufzusuchen, um nicht schon nach 3 Tagen krank zu werden. Immerhin sind wir bis hierhin täglich wenigstens für 2-3h im Regen unterwegs gewesen. Wir haben zu zweit ein 6-Bett-Zimmer, teilen die Duschen und Klos mit einigen "Klassenfahrten" und Punkt 22 Uhr ist Totenstille auf dem langen Flur...Wow!!

4. Tag: Kappeln - Eckernpförde (52km, 4,5h)
Wir durchqueren wunderschöne Naturschutzgebiete, ich verursache seinen ersten Sturz (sorry!) und wir erreichen die erste touristische Hochburg. Das Wetter ist nach wie vor unbändig und wir müssen einen Zwangsstop in einer Pension machen. Etagendusche und exakt 1 WC für einen ganzen Flur. Damen UND Herren....sowas gibt es also auch noch. Ich gebe zum dritten mal den vermeintlich richtigen PIN in mein Handy falsch ein und deaktiviere somit meine einzige Kommunikationsmöglichkeit. Na super! War ja klar! Außerdem macht meine rechte Hand nicht mehr, was ich will...zumindest die Hälfte davon verweigert den Arbeitseinsatz.

5. Tag Aufenthalt  in Eckernpförde
Wir suchen schon am frühen Morgen den Strand auf und sehen zum ersten mal in unserem Leben einen Seehund in freier Natur! Die junge Seehunddame ruht sich direkt am Badestrand bereits seit 8 Wochen aus, erzählen uns Einheimische. Die kleine Speckrolle kommt bis auf 10m an einen heran....wow! In unserer Pension sind auch Kyffhäuser. Am Dialekt erkannt ;-) Unser Abendbrot ist ein Mix aus Crepés und Fischbrötchen, was mir überhaupt nicht bekommt. Das Fischbrötchen beschäftigt mich noch den ganzen Abend und schon beim Tippen des Wortes erschleicht mich eine leichte Übelkeit....:-(


6. Tag: Eckernpförde - Weissenstrand (95,95km, 8h)
Der Tag, an dem ich an meine Grenzen stoße. Geplant waren ca 70km, um "mal ein bissl mehr zu reißen", wie Er meint. Zunächst durchqueren wir die Kieler Bucht mit der Fähre und kommen gegen Mittag in Laboe an. Schon wieder ein U-Boot. Der anvisierte Campingplatz liegt inmitten der totalen Einöde und ich werde überredet, doch noch "die paar Kilometer" bis zum nächsten Platz zu radeln....dieser liegt irgendwo in der Pampa direkt neben dem größten Ferienpark, den ich je gesehen habe. Wahnsinn, was man so alles in ein Niemandsland bauen kann! Mittlerweile machts auch die linke Hand nicht mehr so recht, aber gejammert wird hier nicht.


7. Tag: Weissenstrand - Strukkamphuk (55,2km, 5h)
Wir verlassen unser schönstes und vom ADAC als "Super-Campingplatz" ausgezeichnetes Nachtlager und radeln gen Fehmarn. Endlich!! Ich bin schon ganz hippelig auf die Insel und trotze dem enormen Seitenwind, indem ich die Kaputze noch tiefer ins Gesicht ziehe. Wir fahren durch Heiligenhafen, wo wir die perfekte Pasta verschlingen und ziehen weiter durchs Oldenburger Land. Wieder ernten wir begeisterte Blicke ob unseres Equipments. Unsere Packtechnik professionalisieren wir jeden morgen aufs Neue. Wir peilen einen mehrmals ausgezeichneten Ferien- und Campingpark als Ziel auf Fehmarn an und sind umso erstaunter, dass ausgerechnet dieser keinen einzigen freien Zeltplatz mehr hat. Dafür aber Tauchstationen, Erlebnisbad, einen riesigen Golfplatz, Kite- und Surfplätze sowie Indoor-Sport-Hallen. Nur eben keine 3qm für ein Zelt. Wir radeln also weiter über Fehmarn und werden im "Strukkamphuk" herzlichst empfangen. Sogar der SB-Markt hat noch auf! Zelt hingewurfen, warm geduscht und ab in die Schlafsäcke - schließlich wollen wir am nächsten Tag Fehmarn komplett umrunden.

8. Tag: Fehmarn (66,11km, 5,5h)
Ein Unglück kommt selten allein. Der Tag beginnt damit, dass ich mich in den Herrenwaschraum verirre und es selbst dann nicht merke, als sich ein Mann selbstbewusst an das Waschbecken neben mir stellt und sich rasiert. Mir will gerade ein "Sie wissen aber schon, dass das hier für Damen ist, ne!?" rausrutschen, doch diese Selbstsicherheit des Surfers verunsichert mich. Beim Verlassen des Waschraumes schaue ich noch einmal auf die Türbeschriftung und gehe beschämt im Stechschritt zum Zelt zurück. Nicht ER war falsch, sondern ICH. Ich habe das Gefühl, der ganze Campingplatz zeigt mit dem Finger auf mich und kichert: "Gucka mal, die war bei den Herren drin!!" Ich hole mir Mitleid im trauten "Heim" ab und hake den Fehlstart nun doch grinsend ab.

Klärchen spielt mit und wir starten - das erste mal ohne Gepäck - die Inselrundfahrt. Ein perfekter Sonntag: blauer Himmel, Sonne pur, das allererste mal Rückenwind, geniale Radwege über Dämme oder direkt am Wasser entlang, Kitesurfer und Wasserskiläufer runden das Szenario ab. ......und dann dieser Satz: "Schatz, kann es sein, dass ich einen Platten habe?".....Natürlich haben wir ausgerechnet heute das Pannenspray, die Luftpumpr und selbst das Multifunktionsreperaturset nicht dabei, was eine direkte Schadensbehebung verhindert. Zum Glück aber habe ich die Satteltasche vom Bruderherz (Ey danke, Keule!) dabei und finde Flickzeug und einen Knochen. Nur eben keine Luftpumpe. Es folgen 2,5h in denen er schiebt und ich abwechseln nebenher rolle oder aus Kollegialität ebenfalls schiebe. Am nördlichsten Zipfel von Fehmarn (also auf exakt der Hälfte der Strecke) erreichen wir endlich einen Campingplatz mit einem geöffneten SB-Markt, der auch Luftpumpen verkauft. 5 Minuten flicken, eine Kippenlänge warten und 1 Minute Luftaufpumpen und Rad wieder einbauen. Wir können endlich weiterfahren....yeah. Ich haue großmaulig auf die Kacke a´la "Ach, es könnte schlimmer kommen....guck, Sonne strahlt, Rad wieder heile und hey, wir haben alle Zeit der Welt!"....und es kommt schlimmer: Mitten auf dem ellenlangen Deich zwischen Wulfen und Burg bricht auf uns Sommerfrischler ein Platzregen Größe XXL ein. Nichts bleibt trocken....nichts. Aus den Schuhen gießen wir das Wasser aus und selbst die Unterwäsche bleibt nicht verschont. Da hilft nur noch heiß duschen. Er bei HERREN und ich bei DAMEN.

9. Tag: Strukkamphuk - Grömitz (61km, 4h)
"Bloß weg hier!" ist mein erster Gedanke, als ich den morgentlichen Himmel betrachte. Eine riesige graue Wand peitscht Regen und Wind um unser Zelt. Erstmals haben wir echt die Nase voll vom wechselhaften Küstenwetter und die trübe Stimmung überträgt sich direkt auf unsere Gemüter. Mit langer Miene sitzen wir die Regengüsse aus und gegen Mittag dann können wir endlich einpacken und weiterfahren gen Grömitz. Dort angekommen erwecken wir offensichtlich einen äußerst mitleidserregenden Eindruck, denn statt des angefragten Zeltplatzes bekommen wir glatt einen ganzen Wohnwagen - zum Preis für den Zeltstellplatz. Ich frage mich noch, ob dieses Mitleid an den total verschlammten Rädern, unseren Wind- und Wettergetrietzen Gesichtsausdrücken oder aber an dem schlechtem Wetter liegt, da schiebt uns die alte Dame durch eine Schlippe an Schutt und Sperrmüll vorbei zu einem  uralten DDR-Wohnwagen, in dem "mein Enkel immer drin spielt und der spart doch auf ein tausendeuro Rad und da vermiete ich den Wagen und das Geld kommt in die Spardose fürs Rad....gell!?". Gell???? Wir sehen uns beide erschrocken an, wollen die alte Dame aber nicht vor den Kopf stoßen und nehmen dankend die "Unterkunft" an. Immerhin gibt es einen Fernseher und nach 9 Tagen der absoluten Abstinenz (nein, auch nicht in der Jugendherberge!) übertüncht dieser die Primitivität und Verwahrlosung des alten Wohnwagens. Um einen letzten Hauch von Sauberkeit zu wahren, rollen wir die Isomatten über die Matratzen und ziehen uns die Schlafsäcke bis zu den Ohren. *grusel*



10. Tag Grömitz - Scharbeutz (52,6km, 4h)
"Bloß weg hier, looooos!"....beginnt auch dieser Tag. Wir stürzen Hals über Kopf los und bemerken das wunderschöne Wetter erst beim Brunchen auf der Strandpromenade. Wow....na endlich!!! Heute steht Timmendorf und Sealife an. Darauf freuen wir uns schon die ganze Zeit. Also so schnell wie möglich zum nächsten Campingplatz und ab ins Getümmel! Bei Camping "Neptun" erreichen wir also unsere letzte Station und wenn wir bis dahin glaubten, der Wohnwagen sei das Übelste gewesen, was es gab, so wissen wir spätestens bei Sichtung des "großen Waschhauses": Schlimmer gehts immer! Warmes Wasser suchen wir vergeblich und selbst Seife gibt es nicht. Wir schütteln grinsend die Köpfe und retten uns in die Unterwasserwelt des Timmendorfer Strandes. Wie immer ist der Besuch des Ozeaniums ein Highlight und weil wir noch keinen rechten Drang nach "Neptun" verspüren, spielen wir Minigolf auf einer absolut genialen Golfbahn. Ich bin eine echte Niete, aber dafür lachen wir unheimlich viel und aufgrund seines eingeklemmten Rückennerves beschließen wir: Morgen ab nach Lübeck, aber ganz schnell!

11. Tag: Scharbeutz - Lübeck - Göttingen
Gott sei Dank, der Rücken ist wieder heile! Zu gern würde ich dies auch von meinen  - mittlerweile verbundenen - Händen behaupten. Wir packen also zum xten Mal alles zusammen, zurren Spannseile fest und machen den ultimativen "Wackel-Text". Es ist der Tag der großen Heimreise....yeah!!! Wir machen uns auf den Weg nach Lübeck und was uns zu Beginn unserer Reise noch als unüberwindbarer Bergauf erschien, wird nun einfach weggeradelt. Unser kleiner stetiger Begleiter, der Bordcomputer, gibt leider ausgerechnet am letzten Tag den Geist auf. Wieder werden wir von Radwanderern auf unser Equipment und das woher und wohin und wie lange angesprochen. Auf der Heimfahrt von Lübeck nach Göttingen werden wir im Zug sogar gefragt, ob wir "mit einem Trampolin durch die Gegend fahren". Lächelnd klären wir den Schwedenradler über Quetschi auf und tauschen ein bisschen Radlerlatein aus.


Geschafft!!! 514,63 km Radwanderweg, 47,5h Fahrtzeit,
7 Campingplätze, 1 Jugendherberge, 1 Pension.....


Fazit: Wow und Geil und jederzeit wieder!!! Vieles würde ich genauso wieder machen, einiges anders (man lernt ja auch dazu) und sicherlich ein besseres Wetter bestellen ;-) Komischerweise habe ich wider Erwarten keine Knieprobleme, dafür aber mit den Patschehändchen. Meine Reiselektüre hat mir eine neue Lieblingsautorin beschert - Katinka Buddenkotte. Wenn sie mir bis dato nicht völlig unbekannt gewesen wäre, ich könnte schwören, wir seien Zwillinge.....zumindest rhetorisch-gedanklich. ;-)

Zitate aus 12 Tagen Touring:
"Moin, Moin, kann ich ihnen irgendwie helfen?" (Einheimische in so ziemlich jedem Ort)
"Jesus wird kommen und euch alle fi***!" (Zitat aus "Mit leerer Bluse spricht man nicht" von Katinka Buddenkotte)
"Ja Lara, nach bergauf kommt nunmal bergab..." (radfahrende Mutter zu vorausradelnder jammernder Tochter)
"Irgendwas ist ja immer!" (Er, jedesmal, wenn ich irgendwas zu jammern hatte)
"Bitte verlassen Sie diesen Raum so, wie sie ihn auch gern vorfinden möchten!" - "Soll ich da jetzt nen Aschenbecher in die Wand hacken?" (Er, nach dem vergeblichen Versuch, in einem rauchfreiem Zug heimlich auf der Toilette zu rauchen)
"Sind sie mit einem Trampolin unterwegs?" (Schwedenradler verwundert über unser rundes, 70cm Durchmesser Wurfzelt)
"Sind sie die Vorbilder unserer Kinder? Entgegen der Einbahnstraße und durch die Fußgängerzone!?" (alter störrischer Mann auf Fahhrad, lauthals kreischend in Timmedorf, weil wir "unbeabsichtigt" entgegen der völlig leeren Einbahnstraße fuhren....ich musste sofort an das Zitat aus Katinkas Buch denken ;-))

Samstag, 21. August 2010

Wir sind dann mal weg...!

Aloa-Hey ihr Lieben und good bye! Die Taschen sind voll, die Räder gepackt, die letzten vergessenen Dinge auf meiner Liste zusammengesucht und aufgeregt bin ich auch schon ganz arg. Morgen früh geht´s endlich los in Richtung Norden. Zunächst per Zug und ab Flensburg dann per Rad immer der Nase nach. Laut Wetterbericht ist gutes Wetter in Sicht....kann den Ort aber nirgends auf der Karte finden. Ich habe absolut keine Ahnung, worauf wir uns da einlassen, denn so ungeplant bin ich noch nie in den Urlaub gefahren...und freilich habe ich dann doch noch heimlich versucht, in etwa eine Route festzulegen....aber ich bin nur bis Tag 6 (von 14) gekommen und die Karte hat mal wieder den Kampf um die korrekte Faltordnung gewonnen. Also ergebe ich mich den Tatsachen und freue mich tierisch auf morgen und alles, was so kommen möge....selbst auf zwei total Internet- und Fernsehlose Wochen (Schiffe versenken kann ja auch Spaß machen ;.)). Meine Reiselektüre habe ich heute auch noch auf den letzten Drücker gefunden: "Mit leerer Bluse spricht man nicht!" Klingt vielversprechend und nach anspruchsloser Hirnkost. Perfekt, um einfach mal Leerlauf ins Köpfchen zu kriegen....schön.

Für alle Daheimgebliebenen: Genießt die Zeit ohne uns....es ist die Ruhe vor dem wiederkehrenden Sturm ;-) Wir werden euch Karten schreiben, versprochen! (ok, vielleicht auch nicht.).

In diesem Sinne und...."Wir sind dann mal weg!"

Franny

Montag, 9. August 2010

Schulbeginn mit Lillyfee und Hannah Montana

Ich muss sofort lächeln, als ich heute morgen gegen 07:30 Uhr an der roten Ampel direkt neben der Grundschule stehe und die vielen kleinen Prinzessinen und Prinzen mit ihren - gefühlt noch viel zu großen - Schulränzen an mir vorbei laufen sehe. Ganz schick haben sie sich gemacht: Die geschätzten 6-7 Jahre alten Mädchen haben sich von den stolzen Müttern bunte Schleifchen und Spängchen ins Haar flechten lassen, vorzugsweise alles in Pink und auf die pinkfarbenen Schuhe und Hosen (respektive Röckchen) und Pullover abgestimmt. Die kleinen Räuber hingegen tragen entweder ganz wichtig einen "Anzug" (schwarze Hose und ein helles Hemd mit Pullunder) oder gehören jetzt schon zu den absoluten "Coolios" und hatschen mit Baggy und Gangster-Cap auf den wimmelvollen Schulhof. In einer Sache scheinen sich aber alle äußerst einig: Muttis und Papis Hand ist gar nicht so uncool und große Geschwister geben auch ein Gefühl von Sicherheit....in diesem doch sichtbar aufregendem Moment des allerallerersten Schultages.;-) Selbst der kleine Rapper kaut angespannt am Finger herum und wer weiß, vielleicht ahnt er ja schon, was bei allen anderen noch die rosarote Kinderbrille vertuscht und würde viel lieber  irgendwas mit LEGO zusammenbauen.

Leider schaltet die Ampel viel zu schnell auf Grün um und entreist mich dem kindlich-charmanten Schauspiel. Einzig die sympathische Familie kann ich noch beobachten und wie Sie die beiden Schulanfängerinnen links und rechts an der Hand führt und Er den Kinderwagen mit dem Allerkleinstem noch schnell über die Straße schiebt. Ebenfalls eine A-B-C-Schützin an seiner Hand. Alle drei prinzessinengleich mit geflochtenem Haar, rosafarbenen Lackschuhen und einem Lillyfee- oder Hannah Montana Schulranzen auf dem winzigen Kinderrücken.

Allen Prinzessinnen und Prinzen und Feen und Gangstern  und A-B-C-Schützen einen aufregenden ersten Schultag!!!

P.S.: Von gelben A-B-C-Mützen habe ich allerdings überhaupt nichts vernommen....passt farblich ja auch überhaupt nicht zu LillyFee!! ;-) In diesem Sinne, und weil 1 und 1 nicht immer zwangsweise gleich 2 sein muss,

eure Fran

Toilettenskandal im schönen Rosenstädtchen

...tztztztz....da schüttel ich noch immer das Köpfchen und kann es in der Tat einfach nicht lassen, kurz darüber zu bloggen, wie man als Gast im Europarosarium Sangerhausen aufgenommen wird. Schon der Titel "Fürs stille Örtchen teuer bezahlen" des Artikels der Mitteldeutschen Zeitung (den ganzen Artikel mit seiner unzensierten Blöße gibt es hier) verrät mangelnde Gastfreundschaft, selbst bei "intimen Angelegenheiten".

Situation:
Ein Freund der Stadt und Region reist eigens für den Erwerb einiger Rosenstöcke und weiterer Kleinigkeiten aus dem Rosariumslädchen nach Sangerhausen an. Während er im Rosenshop seiner käuflichen Tätigkeit nachgeht, beschleicht ihn das dringende biologische Bedürfniss, einmal kurz das WC aufsuchen zu müssen. Keine große Sache. Aber wer sich in der sicheren (und durchaus menschlichen) Annahme glaubt, einfach "nur mal eben so" die öffentliche Toilette des Rosariums nutzen zu dürfen, der macht die Rechnung ohne den bürostuhlakrobatischen Wirt (zunächst dargstellt durch die Kassiererin am Einlass des Rosariums, später dann aber durch den regeltreuen Geschäftsführer himself in ihrer Entscheidung bekräftigt): Dieser nämlich sieht in dem natürlichen Zwang der Erleichterung auch die heimliche Absicht, das Europarosarium besichtigen zu wollen und fordert dem mittlerweile gepeinigtem Tourist den vollen Eintrittspreis von 8,-€ ab. Jener wiederum weigert sich verständlicherweise gegen die horrente Toilettengebühr und entledigt sich situationsbedingt auf ganz natürliche Weise - im Busch.

Da kann man dem Prinzipaten der Rosenstadt GmbH nur gratulieren, dass ihm nicht  wortwörtlich "ans Bein gepisst" wurde und bedanken könnte man sich in diesem Atemzuge eigentlich auch noch, immerhin hätte er das Recht auf eine Anzeige wegen "Verursachung öffentlichen Ärgernisses" durch Pinkeln im Busch des Rosariums für sich gehabt.


Toppen kann das eigentlich nur noch die G(ebühren)E(inzugs)Z(entrale), die bei "vorhandenen Anschlüssen und techn. Voraussetzungen" (zb. Kabelanschluss oder ISDN-Dose, obwohl sicht- und nachweisbar ungenutzt) ebenfalls kräftig abkassiert...Danke, Deutschland! Ich geh dann mal Kindergeld beantragen....schließlich sind die Anschlüsse und techn. Voraussetzungen ja vorhanden....;-)

Freitag, 30. Juli 2010

Franny goes by bike

Ya-Hey und ein jauchzendes "Olé"! Wer hätte das gedacht? Nach fast sieben Jahren erscheint mir ein längst als unmöglich abgelegter Traum so nah, so greifbar: Die Ostseeradwandertour! Viva la Fahrad!

Die Schnapsidee entwickelte sich während des Festivals, als ich fast täglich mit der totalen Konfrontation durch lustig strampelnde Holländer fertig werden musste. Irgendwann ergab ich mich den Sehnsüchten und beschloss: "Jawoll und dieses Jahr ziehst du es endlich durch!" Gedacht, daheim ausgesprochen und am nächsten Tag dem Chef in den schillernsten Farben präsentiert, steht 450km Radweg nun quasi nichts mehr im Wege. Und jetzt, wo die Musik wieder in ihrer Kammer ist, findet sich auch endlich die notwendige ruhige Minute, um das ganze Vorhaben ernsthafter anzugehen.

Was tut man als naiver Laie in aller Euphorie? Genau, erstmal die Radwanderkarte ausbreiten und ne Route ausmalen. Mein Wohzimmer finde ich nur noch unter unzähligen Falten der Radwanderkarte und mich selbst kann ich auch nur noch bis zum Bauchnabel erkennen. Macht nix. Wichtig ist, dass mir der Stift nicht abhanden kommt. Zur Sicherheit kaue ich immer wieder wichtig an ihm herum....was man im Mund hat, kann man nicht so schnell verlieren (gilt übrigens auch für Schokolade ;-) )

Dank www und Lineal ist die Route relativ fix zusammengestellt und endorphingesteuert kritzele ich insgesamt 11 Etappen zu Papier:

Flensburg- Glücksburg
Glücksburg- Gelting
Gelting- Kappeln
Kappeln - Eckernpförde
Eckernpförde-Kiel
Kiel-Behrensdorf
Behrensdorf - Großenbrode
Großenbrode - Puttgarden
Puttgarden - Großenbrode (ob ich Fehmarn auch an einem Tag schaffe?)
Großenbrode - Grömitz
Grömitz - Travemünde
Travemünde - Lübeck.

Nun bin ich dem Plan komplett verfallen und recherchiere Unterkünfte, die sowohl für mich, mein Rad und vor allem auch für meinen Geldbeutelchen in Frage kommen. Das Zauberwort heißt Jugendherberge und (ohje, ich habe keine Ahnung, worauf ich mcih einlasse) Gruppenzimmer. Was solls, nach dieser Tour will ich den Spuren H.P. Kerkelings folgen. Da kann ich mich ruhig schon an das spartanische Leben eines Kreuzwanderes gewöhnen. ....oder es mir ggf. nochmal anders überlegen.

Ich zähle eins und eins zusammen und falle von meiner rosaroten Fahradwolke auf den Wohnzimmerteppich der Tatsachen. "Es läppert sich....es läppert sich", murmele ich vor mich hin und versuche, das Radkartenmonster wieder in seine ursprüngliche Faltung zu bändigen. Ob ich meinen Traum wieder ad Akta lege und es bei dem Versuch bleibt? Nein, nein! Was bereits so genau geplant und durchdacht ist, will auch gelebt werden. Und zwar noch in diesem Jahr. Nur die ernsthafte Unterhaltung mit meinem Sparschwein....die muss ich noch aussitzen. ;-)

in diesem Sinne und ziemlich verradelt,

eure Fran

Sonntag, 25. April 2010

"Adventurepark" Rosdorf

...wenn im Osten an einem Sonntag morgen eine ganze Ortschaft gesperrt wird, hat das entweder eine mittelschwere Katastrophe zu bedeuten oder aber es ist Rosenmontagsumzug oder 1. Mai und somit große Harley Davidson - Ausfahrt.

Hier im Grenzland ist mal wieder alles anders. Gestern erst wurde eine ganze Tankstelle direkt neben dem Einkaufspark gesperrt. Wir vermuteten eine Übung, da niemand der einkaufenden Gaffer evakuiert wurde. Eine Übung mit 15 Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr - wer hat der kann ebben.

Heute aber...heute fielen mir schon am frühen Morgen die vielen Feuerwehrmännchen und Frauchen auf. In ihren übergroßen, schweren Hosen. Natürlich mit Handschuh und Schutzhelm...als ich vom Joggen zurück kam, wurden bereits die ersten Seitenstraßen in unserem "unendlich langen" Dörfchen gesperrt.

"Harre der Dinge, die da kommen mögen!", rede ich mir mutig zu und positioniere mich auf unserer sonnigen Terasse - bester Ausblick auf Feuerwehr und Straßensperrungen.

Langsam füllt sich die Straße und die vielen Kinder mit ihren Tröten beruhigen mich. Selbst eine leichte Katastrophe würde nicht so freudig begafft werden. Aber was mag es sein? An so einem unspektakulären April-Sonntag?!?!?

*ratatatatatattttttatatat*......macht es und plötzlich tauchen hinter der Hecke unzählige, aber auf ca. 1.000 geschätzte, Radrennfahrer auf. "Aaaaaaaaaaahhhhh, Friedensfahrt..." murmel ich vor mich hin und ernte schräge Blicke....hier, im Grenzland.

in diesem Sinne,

Franny

Freitag, 26. März 2010

Randnotiz

Heute....als mir mein Lieblings-Sputniker mal wieder das Wetter erklären wollte:

Gerald: "Lass dir von dem Niederschlag nicht die Laune niederschlagen. Ich wünsch schon mal schönes WE. Bin gleich weg zum Seminar. Bis Montag"

Fran: "äääääähm....welchen Niederschlag meinst du? Hier ist Himmelblau und Sonne fett...und heut abend gibts Alice im Wunderland *rock* …. yeeah, fettes Weekend und bis Montag!"

Gerald: "Alice rockt das Wunderland 3D - klingt wirklich cool. Ich glaube, ich werde Sonntag auch ne Runde Kino einlegen. Ich meinte Judy, die auf uns zurollt mit so doofen Sachen wie Niederschlag."

Fran:"Judy? Gehört die nicht zu Clarence, dem schielenden Löwen?"

Gerald: "Ich liebe deine Assoziationsketten ;-)"

Dienstag, 16. März 2010

Grenzlanderfahrungen

Heute möchte ich kurz und knapp meine erstes Resüme aus knapp 5 Monaten Grenzlandleben festhalten:

1.) Schnee bedeutet da "drüben" nicht gleich Chaos. Was hierzulande bereits ein heides Durcheinander auf den Straßen und Gehwegen verursacht, wird dort ohne viel Aufsehen beiseite geschafft. Ansässige Bauern funktionieren flugs ihre Traktoren zu Schneeschiebemaschinen um und jeder fünfte nutzt die Gelegenheit, die eigene Mini-Schneefrähse auszufahren. So lob ichs mir.

2.) Gesundheit wird ganz groß geschrieben....überall laufen sich Jogger einen Wolf, klappern Nordic Walker um die Wette oder treten Radrennfahrer ordentlich in die Pedale. Häufig erscheint mir das aber eher als ein "Sehen und gesehen werden".

3.) Die Kasseler Berge verursachen bei mir nach wie vor Zurückhaltung....obs an der hektischen A7, dem wirren Verkehrsnetz oder den vielen Höhenunterschieden liegt, weiß ich nicht.

4.) Ich habe Trödelmärkte für mich entdeckt und durchforste dringlich alle Terminkalender - Spittel und Krempel kann ja so schön ansteckend sein!

5.) Freundlichkeit ist eine Tugend....die Mehrheit erscheint mir völlig tugendfrei zu sein. Ungelogen: Hier erntet man auch mal böse Blicke für ein freundliches "Guten Morgen!" ...von "Oh, entschuldigung!" hat man ebenfalls nur wenig gehört. Ob klebrige Alkoholflecken auf der frisch gewischten Treppe oder Schmarren am Auto von der Schuppentür.....noch lange kein Grund, sich nochmal umzudrehen...

6.) Taxifahrten zu fünft kosten 5,-€ Sitzplatzzuschlag. Der Aufpreis rechtfertigt den exklusiven Blick aus dem Kofferraum...an ganz guten Tagen funktioniert auch der Gurt.

7.) Bei Fielmann ist man um 9 Uhr morgens erschrocken, wenn Kunden das Geschäft betreten und bekundet dies mit einem allessagendem Augenrollen....ich vermute Okulargymnastik dahinter.

8.) Auch Samstags bekommt man weit nach 20 Uhr noch alles, was man fürs Abendbrot braucht - Rewe sei Dank!

9.) Viele unserer mittlerweile guten Bekannten und Freunde lieben unseren Anrufbeantworter. Warum?...ruft doch mal an! ;-)

10.) Zivilcourage kann böse enden....Vor allem, wenn man in der Unterzahl ist.

Freitag, 12. Februar 2010

Bitte noch Katzenstreu auf Deinen Einkaufszettel setzen - Garfield hat Durchfall.

Aber gern doch! Wie hätte es der Herr den gern? Mit Fischgeruch oder doch lieber Lasagne?...Ich hoffe, es ist bald vorbei....wehleidig kann er unheimlich garstig sein. Die "rote Zora" unter den Kastraten sozusagen.

Garfield. Ein Name, der verpflichtet - selbst bei flottem Stuhlgang.

In diesem Sinne ,

Franny

Sonntag, 24. Januar 2010

Sind Sie wahnsinnig!?!

Neulich im Mediamarkt, Göttingen:

tuffiger, leicht femininer Verkäufer: "Schönen Guten Tag, was kann ich für Sie tun?"
Mein Freund: " Schönen guten Tag, wir möchten gern diesen Handstaubsauger hier umtauschen."
Verkäufer: "Soso. Was haben Sie denn für ein Problem damit?"
Mein Freund: " Er saugt nicht. Wenn er so saugen würde, wie er Krach macht, wäre alles wunderbar."
tuffiger Verkäufer: "Er saugt nicht?"
Mein Freund: "Nein, er saugt nicht. Also, er bringt null Leistung. Er macht das Fell nicht sauber und dafür war er gedacht."
Verkäufer erschrocken: " Das Fell?"
Mein Freund: " Ja, das Tierfell. Er macht es nicht sauber."
Verkäufer entrüstet: " Sind Sie wahnsinnig???"
Mein Freund: "Ähm...nein? Aber das Fell ist voller Krümel und das sollte ein Handstaubsauger doch sauber kriegen...?"
Verkäufer völlig aus der Fassung: "Ja, denken Sie vielleicht auch mal an das Tier??"
Mein Freund: "Ich glaube, da liegt ein großes Missverständnis vor. Wir reden hier von einem Tierfell....also, einem Kuhfell....einer toten Kuh."
Verkäufer, wieder tuffiger: "Ja sagen Sie das doch...."

Den Handstaubsauger mussten wir übrigens noch einmal mit nach Hause nehmen, da wir die Gebrauchsanleitung vergessen hatten und diese in der Nachbestellung schlappe 15€ kosten würde....Kuhfell "Elsa" säubern wir nun auch wieder per Hand.

Fran

Donnerstag, 21. Januar 2010

Happy Birthday geliebte Jogginghose!

Sie ist robust, passt sich allen Situationen (und Körperveränderungen) an und man kann damit auch den Müll rausbringen. Ganz Hartgesottene gehen zeitweilen sogar mit ihr einkaufen. Die Rede ist von einer alten Bekannten, die vermutlich Jeder in einfacher, trendiger oder löchriger Ausführung in seinem Schrank hat: Die Jogginghose/Trainingshose/Hausanzughose/Sporthose/Kuschelhose/Schlumperhose....manchmal auch schon Schockinghose.

Heute ist internationaler Weltknuddeltag und der Tag der Jogginghose. Happy Birthday, mein Schatz!

Selbstverständlich habe auch ich ein prächtiges Exemplar in meinem Schrank. Ach, was sage ich: Gleich eine ganze Horde stapelt sich im untersten Fach. Da wäre die jüngste der Haushöschen, eine blaue Trainingshose aus Synthetik mit weißen Streifen und Reißverschlüssen an den Beinen. Der Klassiker. Dann eine graue Baumwollhose mit Bündchen und Seitentaschen. Eine braune, schlichte Baumwollhose...na, eher so eine Hausanzughose. Einige Erbstücke vom Opi...das XXL-Format mindert die Funktionalität in keinster Weise...

Ja und dann....dann ist da noch die blaue Schlumperhose mit den Löchern im Knie. Quasi der Superstar unter meinen Jogginghosen. Die Löcher kommen nicht aus der Manufaktur, sondern sind echte Hand- bzw. Zahnarbeit meines Zwerghasen und machen aus dem Massenprodukt ein individuelles Liebhaberstück.

Und mal ganz ehrlich: Mit Jogginghosen arbeitet es sich auch gleich viel bequemer...oder schon mal nen Schneidersitz auf dem Bürodrehstuhl in Jeans ausprobiert? Oder bei Erkältung versucht, 7 Taschentücher in eine Tasche zu stopfen?...eben.

Ein Hoch auf die Königin des Kleiderimperiums und für mehr Effizienz am Home-Arbeitsplatz....yeah, Work-Life-Balance und so!

In diesem Sinne und ganz im geliebten Jogging-Outfit,

eure Fran.